das denke ich. jeden morgen. wenn ich beim aufwachen dir in dein wachsames auge schau. ob dir ähnliches durch den kopf geht? wie lange liegst du schon so da, neben meinem kopfkissen - mit unergründlichem blick. geduldig, bis ich von meinen traumreisen zu dir zurückkehre?
oder denkst du doch eher so etwas wie „nun wird sie endlich wach. große bastet sei dank. gibt es bald frühstück?“ nicht ein einziges mal hast du von mir gefordert, noch vor dem wachwerden aufzustehen, um deinen katzentisch zu decken. dafür danke ich dir sehr.
heute vor einem jahr bist du zum ersten mal hergekommen. besser: hast dich bringen lassen. von deiner katzenmutter, deiner von uns beiden geliebten no. 1.
bist sofort aus deinem korb gestiegen und in die hintersten ecken geschlichen, nachdem ich dir als erstes dein katzenklo gezeigt hatte.
wir kannten uns schon, ein bißchen. schließlich hattest du mich aufmerksam beobachtet, als ich im jahr zuvor meine alte katze in deinem garten begrub und nur ein halbes jahr später die andere.
damals habe ich dich zwar kaum zu gesicht bekommen, aber ich weiß genau, dass du mich nicht einen augenblick aus den augen gelassen hast. war ich dir unheimlich, weil ich nur tote kolleginnen brachte? dir zu gefallen pflanzte ich katzenminze auf das doppelgrab.
wir kannten uns auch von den nachmittagen, wenn ich deine no. 1 besucht habe, in deinem haus in frankreich. wo du dich besitzergreifend direkt neben sie auf die sofalehne gesetzt hast. um mir unmissverständlich mitzuteilen, dass sie dein personal sei und ich sie deswegen nicht allzu sehr ablenken dürfe. das habe ich natürlich respektiert.
vornehm zurückhaltend, gleichzeitig hemmungslos neugierig saßest du irgendwann direkt vor mir auf dem tisch, hattest mich mit einem auge fest im blick - um später schnurrend auf meine oberschenkel herabzusteigen.
„jetzt hast du sie“, sagte deine no. 1 – und als ihre pläne, für eine weile nach china zu gehen, konkret wurden, batest du sie darum, dich bei mir unterzubringen.
du wolltest aber erst mal probewohnen. denn eine katze lebt nicht nur im sack, sondern braucht ein standesgemäßes revier.
also kamst du zum probewohnen, heute vor einem jahr, für ein paar wochen. es war dein eigener wunsch. trotzdem hast du die ersten paar tage vorsichtshalber nur unter verschiedenen kommoden und unter dem bett verbracht.
ich fand dich in engsten zwischenräumen und staunte über deine fähigkeit, dich platt zu machen wie die sprichwörtliche flunder.
als ich dich ein paar tage später endlich auf dem bett liegen sah, war ich sehr erleichtert. kaum throntest du oben, wurden auch deine ansprüche größer. wir kamen uns näher: du wolltest einen eigenen schreibtisch mit intercatanschluss.
seither schreiben wir beide unsere geschichten. mal miteinander, mal nebeneinander. das ist schön. dein kritischer blick ist mein täglicher ansporn. mal ganz abgesehen davon, dass du als koboldskatze immer für ausreichend unfug sorgst. dich sehen und lachen ist eins. oder zumindest lächeln oder schmunzeln, wenn mein leben mir das leben mal wieder schwer macht.
schön, dass du da bist. und danke für deine zärtlich-inspirierende gesellschaft. ich weiß das sehr zu schätzen.
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katzebutz mit nebelauge
ich bin ja nur ein kleiner, plaudernder hauskobold in schwarzweißer katzengestalt.
aber in den unendlichen weiten des universums, da gibt es noch ganz andere als mich! da gibt es katzebutzen, die sind so unglaublich unvorstellbar groß, dass schon die entgegengesetzten spitzen einer einzigen katzenaugenpupille lichtjahre voneinander entfernt sind. fragt mich nicht, in welcher galaxie sich deren schwanzspitze tummelt!
der himmlische katzenkobold ist nicht nur riesengroß, sondern noch dazu auch ziemlich weit weg. so ungefähr dreitausend lichtjahre. das ist weiter als bis nach china! kein wunder, dass, wenn dieser kosmische über-katzebutz so groß ist, man nicht alle körperteile ganz klar erkennen kann.
deswegen heißt sein eines auge auch 'katzenaugennebel' oder auf international „cat eye's nebula“. um so ein riesiges katzenauge auch nur annähernd fotografieren zu können, benötigt man natürlich auch einen überdimensionalen fotoapparat.
der kosmische fotoapparat heißt 'hubble'. hubbel kreist in knapp 600km höhe in einem affenzahn um die erde. alle anderthalb stunde einmal!
also passt bloß auf, dass euch der hubble nicht auf den kopf knallt. falls ihr irgendwelche zweifel habt: die sind berechtigt! vorsichtshalber versteckt euch lieber unter dem bett. katz kann nie wissen.
zwischendurch könnt ihr euch hubbels fotoalben bei der NASA anschauen. aber beeilt euch: den katzenaugennebel gibt es nur noch höchstens zehntausend jahre.
ps.
habt ihr eigentlich bemerkt, dass auch das kosmische katzebutz nur ein auge hat?!
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aber in den unendlichen weiten des universums, da gibt es noch ganz andere als mich! da gibt es katzebutzen, die sind so unglaublich unvorstellbar groß, dass schon die entgegengesetzten spitzen einer einzigen katzenaugenpupille lichtjahre voneinander entfernt sind. fragt mich nicht, in welcher galaxie sich deren schwanzspitze tummelt!
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| NGC6543 - Bildquelle: NASA |
der himmlische katzenkobold ist nicht nur riesengroß, sondern noch dazu auch ziemlich weit weg. so ungefähr dreitausend lichtjahre. das ist weiter als bis nach china! kein wunder, dass, wenn dieser kosmische über-katzebutz so groß ist, man nicht alle körperteile ganz klar erkennen kann.
deswegen heißt sein eines auge auch 'katzenaugennebel' oder auf international „cat eye's nebula“. um so ein riesiges katzenauge auch nur annähernd fotografieren zu können, benötigt man natürlich auch einen überdimensionalen fotoapparat.
der kosmische fotoapparat heißt 'hubble'. hubbel kreist in knapp 600km höhe in einem affenzahn um die erde. alle anderthalb stunde einmal!
also passt bloß auf, dass euch der hubble nicht auf den kopf knallt. falls ihr irgendwelche zweifel habt: die sind berechtigt! vorsichtshalber versteckt euch lieber unter dem bett. katz kann nie wissen.
zwischendurch könnt ihr euch hubbels fotoalben bei der NASA anschauen. aber beeilt euch: den katzenaugennebel gibt es nur noch höchstens zehntausend jahre.
ps.
habt ihr eigentlich bemerkt, dass auch das kosmische katzebutz nur ein auge hat?!
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katzencontent:
katzenauge,
katzencontent,
kobold,
sendung mit der maus
sonniges pastell
wenn ich mich mal im spiegel betrachte, sehe ich mich ungefähr so: in sanftem sonnigen pastell, und nicht allzu scharf:

das kommt zum einen daher, dass ich kein rot sehe. fragt mich nicht wie rot aussieht. ich habe keine ahnung! dass ich's nicht sehen kann, habe ich neulich auf einem streifzug durchs intercat erfahren.
meine farben sind gelb, vor allem gelb! dazu ein bißchen blau – so nennt ihr menschen das. grün oder grau sehe ich vieles, was für euch vielleicht andere farben hat.
das liegt daran, dass in meinen augen keine roten farbzapfen sind, und von den anderen für die farben blau und grün habe ich weniger als ihr, die meisten sehen gelb. erdbeeren interessieren mich also nicht. die graue maus schon eher!
andererseits habe ich mehr lichtempfindliche stäbchen und sehe auch nachts alles hell – wenn's für euch schon zappelduster ist.
deswegen beobachte ich eure welt am liebsten ganz relaxed mit halb geschlossenen augen. das ist immer noch hell genug. probiert das mal aus! es ist alles viel hübscher, wenn man gedimmte sanfte farben sieht und die konturen ein bißchen verwaschen sind.
ihr müsst auch nicht alles so dicht vor mich hinlegen, denn ich bin ziemlich weitsichtig. deswegen nützt es mir nichts, wenn ich mich direkt vor den spiegel stelle. alles unscharf!
das nagetier im rebberg aber, ganz weit hinten, das sehe ich sofort. rattenscharf sozusagen!
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das kommt zum einen daher, dass ich kein rot sehe. fragt mich nicht wie rot aussieht. ich habe keine ahnung! dass ich's nicht sehen kann, habe ich neulich auf einem streifzug durchs intercat erfahren.
meine farben sind gelb, vor allem gelb! dazu ein bißchen blau – so nennt ihr menschen das. grün oder grau sehe ich vieles, was für euch vielleicht andere farben hat.
das liegt daran, dass in meinen augen keine roten farbzapfen sind, und von den anderen für die farben blau und grün habe ich weniger als ihr, die meisten sehen gelb. erdbeeren interessieren mich also nicht. die graue maus schon eher!
andererseits habe ich mehr lichtempfindliche stäbchen und sehe auch nachts alles hell – wenn's für euch schon zappelduster ist.
deswegen beobachte ich eure welt am liebsten ganz relaxed mit halb geschlossenen augen. das ist immer noch hell genug. probiert das mal aus! es ist alles viel hübscher, wenn man gedimmte sanfte farben sieht und die konturen ein bißchen verwaschen sind.
ihr müsst auch nicht alles so dicht vor mich hinlegen, denn ich bin ziemlich weitsichtig. deswegen nützt es mir nichts, wenn ich mich direkt vor den spiegel stelle. alles unscharf!
das nagetier im rebberg aber, ganz weit hinten, das sehe ich sofort. rattenscharf sozusagen!
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katzencontent:
intercat,
jagen,
katzenauge
hausdrachen
den elefantenrüsseligen krachkasten habe ich schon mehrmals erwähnt. er ist sehr laut. davor habe ich tierischen respekt.

mit seinem langen rüssel kommt er überall hin. deswegen ist das foto eine seltenheit. normalerweise bin ich immer nur da, wo unser hausdrachen nicht ist. wenn wir uns begegnen, kann ich ihn nur mit zunge rausstrecken und katzentodesblick auf abstand halten.
die meiste zeit steht er unbeweglich lauernd in einer ecke in seinem eigenen zimmer. dann scheint er zu verdauen. aber wehe, wenn er hunger hat! dann kommt er heraus und ist so wild, dass mo jour ihn an die leine legen muss.
dafür gibt es in der wohnung an den wänden mehrere hausdrachenleinen-andockstationen in katzen-nasenspitzen-höhe.
wovon er sich ernährt, weiß man nicht so genau. mir scheint, er ist da sehr wählerisch: zum beispiel meine katzenhaarkunst frisst er regelmäßig weg – und ich kann wieder von vorne anfangen. meine mäuse aber lässt er liegen.
ganz sicher hat er mein großes weißes schnurrhaar verputzt. ich kann es nirgends mehr finden.
auch kekskrümel verschlingt er. da ist er so heiß drauf, dass er mo jour überall hin durch die ganze wohnung folgt. wahrscheinlich hofft er, dass sie noch ein paar krümel fallen lässt.
mo jour mag den hausdrachen auch nicht. „viel zu laut“, pflegt sie zu sagen. der hat aber auch wirklich schlechte manieren. wie kann man beim fressen nur so viel lärm machen?
ich kann mir nicht erklären, warum der überhaupt hier wohnt. wir haben es doch sehr gemütlich zu zweit. auf diesen lärmbolzen könnte ich gut verzichten. meine katzfrau no. 1 im haus in frankreich hat auch einen. ich verstehe das nicht.
irgendwie scheinen diese hausdrachen für menschenwohnungen wichtig zu sein. oder umgekehrt. vielleicht gehört ihm die wohnung auch? und er lässt uns nur hier wohnen, damit wir ihn regelmäßig füttern?
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mit seinem langen rüssel kommt er überall hin. deswegen ist das foto eine seltenheit. normalerweise bin ich immer nur da, wo unser hausdrachen nicht ist. wenn wir uns begegnen, kann ich ihn nur mit zunge rausstrecken und katzentodesblick auf abstand halten.
die meiste zeit steht er unbeweglich lauernd in einer ecke in seinem eigenen zimmer. dann scheint er zu verdauen. aber wehe, wenn er hunger hat! dann kommt er heraus und ist so wild, dass mo jour ihn an die leine legen muss.
dafür gibt es in der wohnung an den wänden mehrere hausdrachenleinen-andockstationen in katzen-nasenspitzen-höhe.
wovon er sich ernährt, weiß man nicht so genau. mir scheint, er ist da sehr wählerisch: zum beispiel meine katzenhaarkunst frisst er regelmäßig weg – und ich kann wieder von vorne anfangen. meine mäuse aber lässt er liegen.
ganz sicher hat er mein großes weißes schnurrhaar verputzt. ich kann es nirgends mehr finden.
auch kekskrümel verschlingt er. da ist er so heiß drauf, dass er mo jour überall hin durch die ganze wohnung folgt. wahrscheinlich hofft er, dass sie noch ein paar krümel fallen lässt.
mo jour mag den hausdrachen auch nicht. „viel zu laut“, pflegt sie zu sagen. der hat aber auch wirklich schlechte manieren. wie kann man beim fressen nur so viel lärm machen?
ich kann mir nicht erklären, warum der überhaupt hier wohnt. wir haben es doch sehr gemütlich zu zweit. auf diesen lärmbolzen könnte ich gut verzichten. meine katzfrau no. 1 im haus in frankreich hat auch einen. ich verstehe das nicht.
irgendwie scheinen diese hausdrachen für menschenwohnungen wichtig zu sein. oder umgekehrt. vielleicht gehört ihm die wohnung auch? und er lässt uns nur hier wohnen, damit wir ihn regelmäßig füttern?
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ausguck
eine katze, die was auf sich hält, schaut so viel wie möglich freundlich in der gegend umher. das bedeutet in cat-speak: alles entspannt und easy. hier in meiner zweitwohnung macht das freundlich in der gegend herumschauen besonders viel freude: die gegend ist nämlich auch sehr freundlich, und ich habe einen tollen platz an der katzenleitertreppe mit blick in den baum und über die nachbarschaft und das dorf und das tal und die reben. da gibt es ne menge, wo ich hingucken kann. irgend etwas bewegt sich immer!
also sitze hier ich jeden tag und gucke alles ganz freundlich an. in frankreich hatte ich so einen tollen ausguck nicht.
weil ich mit meinem einen auge auf einen blick etwas weniger sehen kann als andere katzen, sitze ich gerne etwas länger. dann sehe ich mehr! für einen einblick brauche ich mit meinem einen auge sozusagen zwei blicke. außerdem duftet es an der katzenleiter lecker nach frischer minze.
allerdings habe ich es nicht gern, wenn ich von hinten fotografiert werde. dann erschrecke ich bisweilen, dann muss mein katzenspezifischer ichstarredichzutode-blick her. der macht meinen gegnern solche angst, dass sie auf der stelle vor schreck tot umfallen (sollten).
die fotografin hat's überlebt. ich glaube, sie kennt den trick.
also sitze hier ich jeden tag und gucke alles ganz freundlich an. in frankreich hatte ich so einen tollen ausguck nicht.
weil ich mit meinem einen auge auf einen blick etwas weniger sehen kann als andere katzen, sitze ich gerne etwas länger. dann sehe ich mehr! für einen einblick brauche ich mit meinem einen auge sozusagen zwei blicke. außerdem duftet es an der katzenleiter lecker nach frischer minze.
allerdings habe ich es nicht gern, wenn ich von hinten fotografiert werde. dann erschrecke ich bisweilen, dann muss mein katzenspezifischer ichstarredichzutode-blick her. der macht meinen gegnern solche angst, dass sie auf der stelle vor schreck tot umfallen (sollten).
die fotografin hat's überlebt. ich glaube, sie kennt den trick.
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