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katz und maus III

beim ersinnen neuer katzebutzgeschichten hilft mir nicht nur mein kuscheliger denkeplatz. auch diese beiden spielkolleginnen sind mir immer wieder eine große unterstützung:


wie nun zu sehen ist, komme ich mit grauen mäusen und bunten raupen bestens aus, die beiden dürfen von mir ungestört in der wohnung herumlungern.

und das, obwohl raupi vollgefressen ist mit duftender katzenminze. aber da tue ich ganz unbeteiligt. schließlich kann ich mich benehmen.

auch aeki, die liebe graumaus, darf sich von mir unbehelligt frei in der wohnung bewegen. sie wurde übrigens nicht von mir, sondern von der hütefrau an die leine gelegt.

meine mo jour scheint zu denken, dass mir angeleinte mäuse lieber sind, weil ich das aus dem intercat kenne. da bin ich auch immer mit mouse online.

im grunde ist es mir egal – ich mag mäuse mit oder ohne. aber ich muss natürlich zugeben, dass die leinenmaus leichter einzufangen ist, wenn wir mal katz und maus spielen.

die mäuse in meinem französischen garten, wo ich früher lebte, haben mir diesbezüglich viel mehr arbeit gemacht.

auch ein katzebutz hat es gerne mal bequem.


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chateau

neulich habe ich euch von burg katzenstein erzählt. das ist die deutsche variante, uns katzen zu ehren. deutsche burgen stehen oft - wie der name schon sagt - oben auf einem berg.

mafia cioccolata mit ihrer gießkanne
in frankreich – wo ich die ersten acht jahre meines lebens verbrachte - läuft das natürlich etwas eleganter.

die franzosen wissen, dass wir katzen auch immer lecker klares, fließendes wasser in der nähe brauchen. deswegen heißen die schönsten häuser dort chat'eau. das französische wort "chateau" setzt sich zusammen aus den bestandteilen „chat“ für katze und „eau“ für wasser.

fälschlicherweise wird es übersetzt mit schloss. das ist natürlich kompletter unsinn. ein chateau ist eine residenz für wasser liebende katzen:

ursprünglich hieß es 'chat d'eau' – wasserkatze – oder auch 'chat-et-eau' - katze und wasser. [schattettó] ist natürlich ein ziemlicher zungenbrecher und wurde daher im lauf der jahrhunderte verkürzt zu [schattó] – dem heutigen 'chateau'.

dass es den franzosen ernst ist damit, uns katzen möglichst artgerechte huldigungshallen zur verfügung zu stellen, lässt sich auch daran erkennen, dass die meisten chateaus tatsächlich direktemang am wasser gebaut oder von wasser umgeben sind.

die schönsten katzenschlösser sind noch heute zu besichtigen entlang der Loire.

auf dem foto seht ihr mafia cioccolata. sie war die vorbesitzerin meiner hütefrau mo jour. mafia liebte das wasser so sehr, dass sie täglich eine frische gießkanne brauchte und auch nicht davor scheute, in die gefüllte badewanne zu springen.

leider habe ich diese mutige und schöne kollegin nicht mehr kennengelernt. sie wäre heute zwanzig jahre alt geworden.


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zhōngxīn zhùhè shēngrì

die hütefrau, meine mo jour, hat mir heute einen besonderen spezialauftrag gegeben. sie sagt, ich könnte doch einmal versuchen, rosenduft nach china zu schnurren.


normalerweise übernehme ich kein auftragsschnurren, denn ich bin keine postkatze.

aber in diesem einen besonderen fall - und natürlich auch weil es eine große herausforderung für mich ist, der ich mich nicht verweigern kann – mache ich eine ausnahme.

zuerst atme ich eine lange weile lang den kostbaren rosenduft tief ein. tiiief einatmen. rosenduft speichern, ausatmen. gar nicht so schlecht, diese alte französische sorte. mäuse riechen natürlich besser. aber mäuseduft ist nicht meine mission. also noch einmal tiiief einatmen .... das dauert.

wenn ich die nase voll habe, dann wird das komplette aroma nach china geschnurrt. blütenblatt für blütenblatt. es sind viele!

das bedarf meiner ganzen konzentration, meiner ungeteilten aufmerksamkeit. deswegen wirke ich auf dem foto so ernst und etwas abwesend. aber ich bin ganz da: im rosen-hierundjetzt!

warum das ganze? weil meine no. 1 heute geburtstag hat. weil ich sie so sehr liebe. weil ich weiß, dass in unserem garten in frankreich jetzt die großen rosen über und über blühen und der ganze garten danach duftet. weil ich ein bißchen heimweh habe. weil ich weiß, dass meine no. 1 in china auch ein bißchen heimweh hat. weil ich weiß, dass sie ihre rosen so sehr liebt und unseren garten in frankreich und mich liebt sie auch.

dass ich meine no. 1 vermisse, lasse ich hier in meiner zweitwohnung natürlich nicht so durchblicken. schließlich möchte ich mo jour nicht brüskieren.

aber trotzdem, heute muss es einfach mal raus. schließlich habe ich heute auch geburtstag. das weiß bloß keiner von meinen menschen. weil wir uns damals noch nicht kannten.

also: happy birthday in china - 衷心祝賀生日!


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katz und maus II

wenn ich im intercat unterwegs bin, habe ich immer eine begleitmaus an der leine. meine begleitmaus ist genauso schwarz und weiß wie ich, nur nicht so flauschig.



die maus ist stumm. sie piepst kein bißchen. aber was soll ich machen? ich habe ja selbst nur ein auge. da bin ich froh, wenn sie mir den weg zeigt.

mit der maus kann ich im intercat immer sagen, wo‘s lang geht. ich sage immer gern, wo‘s langgeht! das war schon in frankreich so mit meinem großen hund. dem habe ich auch immer gerne gesagt, wo‘s langgeht.

im intercat gehe ich am liebsten sofort in meine katzenboutique. das ist schick! da kaufen wir dann ein. futter zum beispiel. oder diese körnchen zum scharren für mein separée. ich kann mir alles aussuchen.

manchmal gehe ich im intercat auch andere katzen besuchen. das ist spannend. sozusagen fernschnurren mit bild.

die maus hat ein eigenes kleines gehege: eine mausmatte. da passe ich nicht mit drauf. deswegen muss ich auf dem blanken tisch arbeiten.

damit die maus nicht wegrennt, liege ich aufderleine. so hat sie trotzdem ein bißchen freiheit. aber nicht zuviel. schließlich habe ich keine zeit, hinter ihr herzurennen, wenn ich online bin.


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katzenkuchen

bekanntlich bin ich eine hauskatze. obwohl ich nur ein auge habe, kümmere ich mich daher auch ums haus und alles was damit zu tun hat.



am wochenende hatte ich besuch. meine katzfrau no. 1 ist gekommen. ihr zu ehren haben wir einen katzenkuchen gebacken. katzenkuchen macht stark, hält warm und enthält sehr viel gute katzen-energie.

den kuchen hat sie mitgenommen. mich hat sie hier gelassen, bei mo jour. da bin ich froh. ehrlich gesagt, ich hatte etwas angst, dass meine no. 1 mich wieder in die kiste steckt und ins tierheim bringt oder sonstewohin.

vor allem, als sie sagte, dass sie mich eigentlich doch hätte mitnehmen können. nach fernchina nordost. ja, was soll ich denn da? bei temperaturen von minus 20 grad celsius? das ist doch kein katzenleben!

da habe ich es doch lieber lecker warm. deswegen habe ich mich während ihres besuchs vornehm im hintergrund gehalten, alles genau beobachtet und die ohren gespitzt.

in meinen französischen garten wäre ich gerne zurück gegangen. aber nach china? nicht für katzenkuchen!

erst, als ich ganz sicher war, dass sie mich auf keinen fall dahin verfrachtet, habe ich mich dekorativ auf mein bett placiert und mich von ihr ein bißchen kraulen lassen.

sie muss nicht unbedingt wissen, wie sehr ich sie vermisse.


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weisses zeug

neuerdings schmeisst es ziemlich viel weisses zeugs vom himmel. manchmal tagelang. oder die ganze nacht durch. das ist nass und kalt und liegt dann draußen rum.



ich kenn das schon. in frankreich hatten wir das auch manchmal. mein großer garten war dann noch größer und nur weiß rundum.

wenn es weißes zeugs vom himmel schmeißt, dann seufzt die hütefrau und sagt: „es schneit schon wieder.“ sie sagt, dass sie den schnee nicht leiden kann. weil der schnee nicht so weich, warm und trocken ist wie watte. weil er ihre welt versteckt.

für mein eines auge ist die weiße welt da draußen auch ein bißchen schwierig auseinander zu halten. auch ich würde den schnee schöner finden, wenn er weich, warm und trocken wäre. so wie mein kuschelplatz an der heizung.

zum glück muss ich da nicht raus, futter besorgen. das lasse ich mir bringen. aus der katzenboutique. manchmal bestelle ich auch im intercat und lasse liefern.

ein gutes hat das weiße kaltzeugs aber doch: jetzt kann endlich jeder sehen, was für zierliche, wohlgeformte pfoten ich habe.


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auslandskorrespondenz

meine katzfrau nummer 1 hat mich abgeholt und nach frankreich zurückverbracht. die fahrt mit dem auto war grässlich! natürlich habe ich mich die ganze zeit lautstark beschwert. soll sie doch ein schlechtes gewissen kriegen!


schon beim einpacken hatte ich mich heftigst gewehrt! mit allen zähnen und mit allen krallen! ich lasse mich doch nicht so einfach in eine kiste stecken. was denken die sich?! aber sie waren in der überzahl. sie haben mich ausgetrickst. ich hatte keine chance. das hasse ich!

nun bin ich wieder in meinem garten, mein hund ist auch da, die no 1 freut sich, dass ich zurück bin, und alles ist friedlich. im grunde freue ich mich auch, denn ich hatte schon etwas heimweh – aber das zeige ich natürlich erst einmal nicht und tue angemessen indigniert.

diese katzenpost schreibe ich daher unter schwierigen bedingungen. in frankreich habe ich kein drahtloses intercat. so was kommt ihr nicht ins haus, sagt meine no. 1 – also muss ich mich heimlich an ihren computer schleichen.

das ist mir auf dauer zu lästig, und deswegen höre ich damit auf. bis ich wieder ein eigenes büro mit catbook habe. das dauert vielleicht gar nicht so lange.

ich habe sie nämlich schon tuscheln hören, die no 1 und die hütefrau: irgendwann soll ich wieder umziehen. schon wieder in die kiste! schon wieder schwindelerregende autofahrt! ich will gar nicht daran denken! protest!

aber dann wieder finde ich‘s auch sehr luxuriös, eine zweitwohnung zu haben und doppeltes personal.

bis dahin schnurre ich euch allen eine entspannte sommerpause ….

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