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ich bin dann mal weg

länger als ein ganzes jahr bin ich nun schon bei meiner hütefrau mo jour, während meine no. 1 in china große abenteuer erlebt.


nur zwei mal habe ich sie in der zwischenzeit kurz gesehen, als sie mich hier besuchte. im januar und im juli. das ist mir zu wenig. ich habe sehnsucht!

wo wohnt sie jetzt? was isst sie dort? arbeitet sie? lernt sie neues? trifft sie spannende menschen, hat sie gar eine andere katze?!

ich finde, es reicht mit dem doppelleben. es wird zeit, dass ich hingehe und darauf achte, dass meine no. 1 keinen unfug anstellt.

deswegen habe ich beschlossen, mich auf die pfoten zu machen nach chinesisch nordost. das wird ein langer langer catwalk. erstmal richtung süden.

unterwegs habe ich kein intercat. da muss ich mich einzig auf meine schnurrantenne verlassen. zum glück wächst das große weiße schnurrhaar gerade wieder nach. das ist sozusagen mein navi, mein tomtom, mein tomcat.

falls ich unterwegs mal zeit habe, schreibe ich vielleicht eine postkarte. von ganz weit weg. die könnt ihr euch dann vorlesen lassen. hier. von mo jour.

neulich habe ich erfahren, dass chinesische katzen hängeohren haben. mit so einer hängeohrkatze muss ich unbedingt mal plauschen. es heißt, sie würden vor lauter unglück die ohren hängen lassen, weil die modernen chinesen sie nicht gut behandeln.

habt keine angst um mich, dass die chinesen mir was tun könnten. denn jeder chinese mit kultur weiß ganz genau, dass unsereins schon seit jahrtausenden die kokons der seidenraupen beschützt.

die chinesen wissen auch, dass wir eine große seele haben wie sonst nur die menschen. katzen bringen glück und langes leben. was sonst. ich halte die ohren steif!

ich sage allen danke, die hier so aufmerksam mitgelesen und mein katzenleben verfolgt haben. das hat mir viel freude gemacht, mit euch fernzuschnurren!

also vergesst mich nicht. und wenn mal ein leicht vibrierendes brummen sich wärmend an eure halsbeuge schmiegt, dann ist das ein geschnurrter gruß von mir!

prrrrrrt.


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schnurren in echt

seit mehr als einem jahr erzähle ich hier immer wieder von meinem wunderbaren magischen fernschnurren, das bis nach china reicht – wenn ich das will.

hier ist nun endlich der beweis für alle mit ohren, dass es auch tatsächlich so ist:


bis nach china.
katzebutz goes hollybollychollywood.
yesss.
>(`.°)<


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katz und maus III

beim ersinnen neuer katzebutzgeschichten hilft mir nicht nur mein kuscheliger denkeplatz. auch diese beiden spielkolleginnen sind mir immer wieder eine große unterstützung:


wie nun zu sehen ist, komme ich mit grauen mäusen und bunten raupen bestens aus, die beiden dürfen von mir ungestört in der wohnung herumlungern.

und das, obwohl raupi vollgefressen ist mit duftender katzenminze. aber da tue ich ganz unbeteiligt. schließlich kann ich mich benehmen.

auch aeki, die liebe graumaus, darf sich von mir unbehelligt frei in der wohnung bewegen. sie wurde übrigens nicht von mir, sondern von der hütefrau an die leine gelegt.

meine mo jour scheint zu denken, dass mir angeleinte mäuse lieber sind, weil ich das aus dem intercat kenne. da bin ich auch immer mit mouse online.

im grunde ist es mir egal – ich mag mäuse mit oder ohne. aber ich muss natürlich zugeben, dass die leinenmaus leichter einzufangen ist, wenn wir mal katz und maus spielen.

die mäuse in meinem französischen garten, wo ich früher lebte, haben mir diesbezüglich viel mehr arbeit gemacht.

auch ein katzebutz hat es gerne mal bequem.


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my home is my castle

wenn ich mal die katzennase voll habe von der welt, dann begebe ich mich zur erholung in meine blue box und mache den deckel von innen zu.


natürlich habe ich dank der lüftungsschlitze nicht nur genug frische luft, sondern auch die außenwelt ausreichend im überblick.

früher hieß das nicht lüftungs- sondern sehschlitze. unsere boxen waren nicht einzelkammern, sondern riesengroß für ganz ganz viele katzen. sie waren auch nicht aus kunststoff, sondern aus stein und standen wegen des besseren überblicks meistens oben auf einem berg.

so wie die berühmte burg katzenstein. die ist schon tausend jahre alt! das war ein refugium für menschenmüde katzen zur erholung. leider ist dieses wissen über die jahrhunderte in vergessenheit geraten und heute sagt man, es sei von anfang an eine ritterburg gewesen.

das mag ja sein, aber die ritter waren natürlich unser personal! das können die menschen bekanntlich nur schwer zugeben und haben uns deswegen stück für stück aus der geschichte gestrichen.

aber nun tut sich etwas: auf burg katzenstein entsteht ein katzenmuseum. schon bald! alles rund um die katze soll ausgestellt, weltwichtige katzen sollen dort geehrt werden! zunächst in der kemenate, dem klassischen katzenzimmer schlechthin!

obwohl es das museum noch gar nicht gibt, sind hunde auf burg katzenstein natürlich jetzt schon verboten. so steht es auf der homepage.

hoffentlich vergessen sie nicht, den großen katzebutz und die isländische weihnachtskatze zur katzenmuseumseröffnung einzuladen.

sonst gibt es ein koboldskatzdonnerwetter, bei bastet!


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w-lan

wenn ich im intercat unterwegs bin, kann ich ganz flott mal hier und da ein bißchen schnurrenergie hinterlegen. mein catbook hat da eine ganz tolle technik:



w-LAN. das ist die abkürzung von whisker-local area network. also schnurrhaar-nachbarschafts-netzwerk. das ist eine großartige erleichterung fürs fernschnurren!

nun muss ich nicht mehr meine vibrissen direkt an den pc andocken, sondern kann ganz lässig irgendwo in der nähe herumlungern. ich könnte sogar vor die tür und bis in den garten gehen – es würde trotzdem funktionieren! aber ich will es ja nicht gleich übertreiben.

neuerdings habe ich einen großen feldversuch gestartet. ich möchte unbedingt herausfinden, ob ich per whisker-lan auch den akku aufladen kann mit meiner schnurre-energie.

eines habe ich schon herausgefunden: wenn ich mich dazu ganz nah an die energie-buchse positioniere, kribbelt es in den haarspitzen ganz besonders schön.


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CCC - catcontentcontest

viele grüße vom katzebutz.

sie hat heute keine zeit zum bloggen, sondern thront auf ihrem zeitweiligen lieblingsplatz im katzenbüro, macht sich diva und sagt, ich soll sie vorteilhaft fotografieren und dann einen schönen text für sie schreiben.


na gut. also mache ich das, ausnahmsweise.

das äuglein möchte an einem fotowettbewerb teilnehmen. das thema lautet 'lieblingsplätze' – als hätte sie es sich selbst ausgesucht! vorläufige lieblingsplätze hat sie ja wirklich mehr als genug.

erfunden wurde der lieblingsplatzwettbewerb von kater paul. kater paul ist im märz über die große brücke gegangen. sein mensch, der herr detlev bluhm, macht den wettbewerb jetzt trotzdem. sozusagen in memoriam.

schon um dem wunderbaren kater paul posthum die ehre zu erweisen, sagt katzebutz, muss sie da mitmachen und Germany's Next Top Cat werden.

katzebutz goes GNTC. was sonst?!

teilnehmen könnt ihr – entweder über facebook in der fotowettbewerbsgruppe »Katzen-Fotowettbewerb: Lieblingsplätze« oder per email an herrn bluhm.

macht das unbedingt! und erzählt davon allen katzen, die ihr kennt. das ist eine tolle sache!

es gibt nämlich bücherpakete zu gewinnen! die könnt ihr euch dann vorlesen lassen. das verspricht kuschelige stunden mit euren menschen!

denn wir wissen: eine kluge katze kann auf vieles verzichten im leben. aber nicht auf literatur.

da kommt das äuglein zu mir herüber, liest mit einem auge flott korrektur und schnurrt „ist gut so“. jetzt soll ich ihr noch bei der fotoauswahl helfen.

wir wünschen viel spaß beim wettbewerb – und viel glück!


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sonniges pastell

wenn ich mich mal im spiegel betrachte, sehe ich mich ungefähr so: in sanftem sonnigen pastell, und nicht allzu scharf:


das kommt zum einen daher, dass ich kein rot sehe. fragt mich nicht wie rot aussieht. ich habe keine ahnung! dass ich's nicht sehen kann, habe ich neulich auf einem streifzug durchs intercat erfahren.

meine farben sind gelb, vor allem gelb! dazu ein bißchen blau – so nennt ihr menschen das. grün oder grau sehe ich vieles, was für euch vielleicht andere farben hat.

das liegt daran, dass in meinen augen keine roten farbzapfen sind, und von den anderen für die farben blau und grün habe ich weniger als ihr, die meisten sehen gelb. erdbeeren interessieren mich also nicht. die graue maus schon eher!

andererseits habe ich mehr lichtempfindliche stäbchen und sehe auch nachts alles hell – wenn's für euch schon zappelduster ist.

deswegen beobachte ich eure welt am liebsten ganz relaxed mit halb geschlossenen augen. das ist immer noch hell genug. probiert das mal aus! es ist alles viel hübscher, wenn man gedimmte sanfte farben sieht und die konturen ein bißchen verwaschen sind.

ihr müsst auch nicht alles so dicht vor mich hinlegen, denn ich bin ziemlich weitsichtig. deswegen nützt es mir nichts, wenn ich mich direkt vor den spiegel stelle. alles unscharf!

das nagetier im rebberg aber, ganz weit hinten, das sehe ich sofort. rattenscharf sozusagen!


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katzebutz liest II

Das kunterbunte Katzenbuch Nr. 2 / Hrsg. Renate Blaes

es kam via persönlichem boten zu mir. frau Renate hat es mir geschickt. ob ich wohl so gnädig sei, es mir einmal anzuschauen, fragte sie höflich. jawohl, bin ich.



insgeheim habe ich mich schwanzspitzvibrierend gefreut über diese weitere große ehre. aber das lasse ich nicht so raushängen.

natürlich war ich sehr neugierig auf das buch, und so habe ich es meiner hütefrau mo jour auf den nachttisch gelegt. ich weiß nämlich, dass sie abends im bett gerne noch etwas liest vor dem einschlafen.

„guck mal, noch ein buch über katzen und ihre leute wie du und ich“ sagte sie lockend und las mir allmitternächtlich eine geschichte vor oder ein gedicht. genau das hatte ich beabsichtigt: ein katzebutz lässt lesen - wie allgemein bekannt ist.

das einzige was mich stört, ist, dass mo jour sich zum lesen auf ihren bauch liegt. auf ihrem bauch würde viel lieber ich liegen! aber gut. ich habe mich arrangiert, mache es mir in den lesestunden auf ihrem rücken bequem und pfotele ihr schnurrend eine katzenmassage zwischen die schulterblätter.

für das kubuKabu2 (ich liebe abkürzungen!) haben viele meiner katztier-kollegInnen ihr personal dazu angestiftet, protokoll zu schreiben über ihr zusammenleben mit unsereins. den meisten ist das gut gelungen. wir sind aber auch immer eine geschichte wert. ach, was sage ich: ohne katze keine geschichte! jedenfalls habe ich mich gut amüsiert. mo jour ebenso.

manche katzen schreiben ihre geschichten auch selbst. so wie ich. das ist spannend. wir könnten mal ein felides autorentreffen organisieren mit viel katzenmusik und lecker katzenkekse dazu knabbern.

aber ich schweife ab. wunderschöne bilder sind im buch, das habe ich mit eigenem auge gesehen! hinten sind die ganzen wegweiser für mein intercat, da kann ich alle katzautoren mit der maus an der leine besuchen gehen.

vorne im buch ist kein inhaltsverzeichnis. da hat meine mo jour ganz schön geflucht: „ja so eine unordnung! wie soll ich denn da eine geschichte wiederfinden, wenn sie mir gut gefallen hat? und woher soll ich wissen, was ich schon gelesen habe und was nicht?!“

sie hat nämlich nicht so ein gutes gedächtnis wie unsereins und auch nicht so einen herausragenden orientierungssinn. ich hingegen bin der meinung, dass das kubuKabu2 intuitiv sehr leicht zu bedienen ist.

das buch macht außerdem ein ganz besonders appetitliches geräusch, wenn mo jour darin suchend vor- und zurückblättert. fast wie mäusepfotentrappeln auf holzboden. mit inhaltsverzeichnis hätte ich diesen akustischen genuss viel seltener gehabt.

den großen katzentest, ob ich in einer angemessenen unterkunft residiere, habe ich aber dann doch lieber heimlich gemacht. ratet mal, was dabei dabei herauskam?!

Das kunterbunte Katzenbuch Nr. 2: herausgegeben, gestaltet und illustriert von Renate Blaes, Schondorf am Ammersee 2008. ISBN 978-3833462207, 120 Seiten.


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katz und maus II

wenn ich im intercat unterwegs bin, habe ich immer eine begleitmaus an der leine. meine begleitmaus ist genauso schwarz und weiß wie ich, nur nicht so flauschig.



die maus ist stumm. sie piepst kein bißchen. aber was soll ich machen? ich habe ja selbst nur ein auge. da bin ich froh, wenn sie mir den weg zeigt.

mit der maus kann ich im intercat immer sagen, wo‘s lang geht. ich sage immer gern, wo‘s langgeht! das war schon in frankreich so mit meinem großen hund. dem habe ich auch immer gerne gesagt, wo‘s langgeht.

im intercat gehe ich am liebsten sofort in meine katzenboutique. das ist schick! da kaufen wir dann ein. futter zum beispiel. oder diese körnchen zum scharren für mein separée. ich kann mir alles aussuchen.

manchmal gehe ich im intercat auch andere katzen besuchen. das ist spannend. sozusagen fernschnurren mit bild.

die maus hat ein eigenes kleines gehege: eine mausmatte. da passe ich nicht mit drauf. deswegen muss ich auf dem blanken tisch arbeiten.

damit die maus nicht wegrennt, liege ich aufderleine. so hat sie trotzdem ein bißchen freiheit. aber nicht zuviel. schließlich habe ich keine zeit, hinter ihr herzurennen, wenn ich online bin.


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ich bin award

im intercat passieren geheimnisvolle koinzidenzen. kaum bin ich mal eine weile mit echten fellmäusen beschäftigt statt mit meiner mouse an der leine online – katzfatz! oh wunder über wunder:

katzebutz hat die ehre

erst letzte woche habe ich von frau renate einen award erhalten. ich weiß zwar nicht so genau, was das eigentlich ist und wofür ich das brauche – aber sie hat es nur gut mit mir gemeint. sie sagt, es geht um die ehre.

allerdings soll ich für den award noch sehr viel arbeiten: erst sieben geheime fragen beantworten. und dann den award verdoppeln und zweimal weiterverschenken.

prrrt. frau renate, das geht leider nicht. erstens brauche ich meine geheimnisse für mich und zweitens will ich den award behalten. mein katzenschnurren ist auch kostenlos, da muss keiner nix für tun. das verschenke ich hingebungsvoll.

noch hingebungsvoller gäbe ich meine schnurren her, wenn so ein award nach gegrilltem hühnchen duftete. das tut er aber nicht. trotzdem ein großes katzendanke! ich habe mich extra bemüht, auf dem foto sehr geehrt auszusehen.

frau renate liest hier immer mit. sie ist haushälterin und hoffotografin in einer katzen-WG am ammersee. dort ist es bestimmt auch sehr schön. aber tauschen möchte ich mit den kollegInnen nicht, auch wenn es da vielleicht mehr fisch gibt:

zu viert müssen die sich ein einziges personal teilen. mehr können sie sich wohl nicht leisten. ich habe ein ganzes personal nur für mich. meine hütefrau mo jour. das ist das mindeste.

seit heute bin ich nämlich nicht nur award, sondern auch no. 19 in der tierbloghitliste von wikio für märz 2011. dafür, dass ich nur ein auge habe, ist das ein echter hingucker.


PS
update am 06. dezember 2011
in diesem monat ist katzebutz bei wikio, das inzwischen 'e-buzzing' heißt, sogar auf platz 10 aller deutschen tierblogs. pah! da geht noch was
>(`.°)<
update am 07. januar 2012
YEAH! tierblogs platz 8. wir sind sprachlos!
=(`.°)=


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muschi? pussycat?

nicht, dass meine hütefrau mo jour oder sonst jemand es jemals gewagt hätte, mich mit solcherlei altmodischem kindersprech anzureden – weder mit dem deutschen muschi noch dem englischen pussy. schließlich lebe und lebte ich sowohl diesseits als auch jenseits des großen flusses immer in hochkulturhaltigen haushalten.

aber im intercat, bei meinen historischen grundkatzrecherchen, bin ich diesem begriff begegnet. und zwar in einem online-atelier. die berühmte künstlerin Copperhead Coppinski stellt dort ihre selbsterfundene sinnfreie kunst aus.

das ist so ähnlich wie meine haarkunst. meine haarkunst ist auch sehr sinnfrei. deswegen begeistert mich das sehr. am meisten begeistert hat mich frau Coppinskis miezhausordnung:

Original Sinnfreie Kunst von Copperhead Coppinski

leider hat sich da im englischen original wohl ein fehler eingeschlichen. als pussicat delüx habe ich mir daher erlaubt, die katzenordnung entsprechend zu korrigieren. mal kurz auf deutsch, damit auch die menschen trotz ihrer grandiosen selbstüberschätzung verstehen, wer hier die führungskraft ist:

ich katze. ich regel.

nun ist hoffentlich allen klar - auch meiner hütefrau mo jour, dass nicht das personal, sondern die katze im haus das sagen hat.


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lecker warm

das ist mein desktop-bed. es hängt an der heizung direkt über dem schreibtisch im besonderen büro von mo jour.


während ich hier kuschelwarm chille und mir neue geschichten für euch überlege, sitzt sie auf ihrem großen chefinnenledersessel vor ihrem großen erlenholzschreibtisch und dirigiert mit ihrem laptop das weltweiteweiber-netz.

dieses bürobett ist eine super erfindung. ich habe es von der katze geerbt, die vor mir hier gelebt hat. sie hieß mafia cioccolata, weil sie so frech und so süß war, und ist mehr als 90 katzenjahre alt geworden. in den tierarztpraxen von berlin-kreuzberg bis badisch südwest ist sie eine legende.

ich bin sehr stolz, dass ich dieses kostbare bett meiner ahnin benutzen darf. all ihre geschnurrte weisheit steckt in diesem taubenblauen plüsch, der immer noch ein bißchen nach mafia cioccolata duftet und mein vornehm glänzendes fell so wunderbar zur geltung bringt.

da fühle ich mich gut aufgehoben und sehr inspiriert. das beste daran ist natürlich, dass ich von hier oben alles im blick und mo jour voll unter kontrolle habe.


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weisses zeug

neuerdings schmeisst es ziemlich viel weisses zeugs vom himmel. manchmal tagelang. oder die ganze nacht durch. das ist nass und kalt und liegt dann draußen rum.



ich kenn das schon. in frankreich hatten wir das auch manchmal. mein großer garten war dann noch größer und nur weiß rundum.

wenn es weißes zeugs vom himmel schmeißt, dann seufzt die hütefrau und sagt: „es schneit schon wieder.“ sie sagt, dass sie den schnee nicht leiden kann. weil der schnee nicht so weich, warm und trocken ist wie watte. weil er ihre welt versteckt.

für mein eines auge ist die weiße welt da draußen auch ein bißchen schwierig auseinander zu halten. auch ich würde den schnee schöner finden, wenn er weich, warm und trocken wäre. so wie mein kuschelplatz an der heizung.

zum glück muss ich da nicht raus, futter besorgen. das lasse ich mir bringen. aus der katzenboutique. manchmal bestelle ich auch im intercat und lasse liefern.

ein gutes hat das weiße kaltzeugs aber doch: jetzt kann endlich jeder sehen, was für zierliche, wohlgeformte pfoten ich habe.


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cat eater

gestern hat die hütefrau mir eine schokoladenkatze auf den tisch gelegt. die hatte sie aus diesem bunten dings, was seit einer guten woche hier an der wand hängt. jeden tag macht sie da ein türchen auf, holt sich ein stück schokolade raus und macht das türchen wieder zu.



die schokolade hat täglich eine andere form. normalerweise fackelt sie da nicht lange rum und frisst das sofort, egal was es ist. bloß die katze blieb liegen. als ob sie skrupel hätte, etwas, das mir ähnlich sieht, zu essen.

vorsichtshalber habe ich es heimlich fotografiert. das war nicht einfach. ihr bilderautomat ist aus japan. sehr kompliziert. das beweisfoto habe ich gerade rechtzeitig gemacht. als ich vorhin aus dem nickerchen wach wurde, war die kakaokatze futsch.

ich habe großes glück, weil die hütefrau katzen nur in schokoladenform verspeist. in china ist das anders. das weiß ich von meiner no. 1. die hat gestern lange mit uns ferngeschnurrt aus fernnordost.

ganz gruselige sachen hat sie erzählt, was die leute da, wo sie jetzt ist, so alles verspeisen. sogar katzen, die nicht aus schokolade sind. im intercat habe ich das recherchiert. mir ist jetzt noch ganz blümerant zumute.

also habe ich doppelt großes glück, weil meine no. 1 so weise war, mich nicht mitzunehmen. es wäre katzenlebensgefährlich geworden! weil ich das jetzt weiß, halte ich das heimweh nach meinem französischen garten viel besser aus.

sie hat der hütefrau auch gesagt, dass sie mich bald besuchen kommt. hoffentlich bringt sie dann nicht aus versehen chinesische schokolade mit.

ich bin katzencontent

als ich neulich mal so ganz gemütlich mit meiner maus im intercat unterwegs war, bin ich auf sehr seltsame informationen gestoßen:



„katzencontent“ – so heißt es auf der webseite "sprachnudel"*, dem sich selbst so nennenden „wörterbuch der jetztsprache“ - seien angeblich „wertlose Bloginhalte, denen es an Qualität mangelt“.

die haben doch nicht alle mäuse an der leine! oder nicht alle ihre nudeln unter soße!

mal ganz abgesehen davon, dass das eine schlechte ausdrucksweise ist. entweder sagt man ganz deutsch ‚katzeninhalt‘ oder ganz englisch ‚catcontent‘. aber dieses neudeutsche denglisch ‚katzencontent‘ - das halte ich nicht für guten stil.

französisch wäre auch schön: ‚chat contenu‘. in frankreich wird dieser ausdruck aber nicht benutzt. erst recht nicht so abwertend. das wüsste ich. schließlich habe ich bis vor kurzem selbst in frankreich gelebt.

weder die deutsche noch die englische noch die französische wikipedia kennen diesen begriff. ich habe alle gründlich geäuglet.

deswegen verlange ich eine gegendarstellung! denn weder ich bin wertlos noch ist es dieses catblog oder sein inhalt, und an qualität mangelt es hier schon gleich gar nicht.

wo katzebutz draufsteht, ist auch katzebutz drin. hier ist alles wertvolle katze mit wertvollem inhalt von bester qualität. von der schwarzen nasenspitze bis zur weißen schwanzspitze und jeder schnurrende millimeter dazwischen.

ich bin eine qualitätskatze und produziere nur hochwertigen cat-chat [sprich: ket-scha‘].

jede nudel, die anderes behauptet, die kratz‘ ich scharf.


* nachtragend am 20.01.2011:
weil die blöden sprachnudels unseren schönen kommentar nie veröffentlicht haben, haben wir auch den link entfernt >(`.°)<

ausgepackt

die hütefrau hat es ausgepackt! das große paket von neulich. ich habe natürlich geholfen und erst mal alles ganz ausgiebig beschnuppert. lauter plüsch und korb und schnurzeug und eisen war drin. dann haben wir es zusammengebaut. und ich durfte sagen, wo es stehen soll: mein katzentisch mit wellness-faktor!


das oberkatzgute: ich kann meine krallen dran wetzen. wenn die krallen gut gespitzt sind, kann ich schärfer denken! sogar an ein kuschelkörbchen für das nickerchen meine denkpausen ist gedacht. da fühle ich mich sehr gekümmert.

mein kratztisch musste natürlich sofort ins büro für besondere maßnahmen! direkt neben den großen schreibtisch von meiner hütefrau. so habe ich sie immer unter kontrolle.

das ist angemessen: nun bin ich ausgestattet mit catbook und arbeitsmaus. die arbeitsmaus ist angeleint, damit sie nicht abhaut. denn zum mäuse fangen habe ich nun wirklich fast gar keine zeit mehr. ich habe jetzt intercat mit wlan. das ist ungefähr wie fernschnurren, aber schneller. wegen china.

auf dem bild habe ich mich lieber vornehm im hintergrund gehalten. ehrlich gesagt, ich habe befürchtet, dass ich noch etwas ungelenk aussehen könnte an der katzatur. deswegen hat erstmal effi das catbook nach meiner anweisung bedient.

effi ist meine teilzeit-sekretärin. den anderen teil der zeit wärmt sie mit ihrem wärmeflaschenbauch meiner hütefrau die füße. aber jetzt im sommer ist ihr öfter mal langweilig, da hilft sie mir gern. effi ist ein ziemlich altes mädchen. sie hat rote lippen und noch weniger zähne als ich.

das personal in meiner neuen wohnung ist wirklich sehr beflissen.

katzenpaket

heute kam ein großes schweres paket an. schon von weitem habe ich meine hütefrau gehört, wie sie damit die treppe heraufgeschuftet kam. da hat sie ganz schön geschwitzt! hier habe ich es mal fotographiert. zum größenvergleich habe ich meine trainingsmaus daneben gelegt.


das habe ich neulich bestellt. die hütefrau hat gesagt, sie will mir was schenken. ich durfte selbst aussuchen, in der katzenboutique. katzenboutique?! bei bastet, habe ich gedacht, bloß nicht wieder in die dooofe reisekiste und mit dem noch döööferen auto irgendwo hinfahren. so ein kraaach! und wie das schaaaukelt! da wird mir immer üüübel!

aber ich musste gar nicht in die reisekiste. ich musste dafür noch nicht mal eine leine anziehen. wir waren "ohne leine" einkaufen. kurz 'online'. das ist superschnurrkatzbequem!

ich habe mich vor das kleine schwarze klapperklappbrett gesetzt, vor dem sie auch immer hockt, stundenlang. das hat innen auf der einen seite so ne art klapperleiste mit lauter tastendingern. die andere seite ist eine art fernseher. in dem fernseher war die katzenboutique, und ich konnte alles angucken.

da habe ich natürlich das größte paket genommen!

jetzt müsste man das mal auspacken. da habe ich natürlich keine lust zu, bei dem schönen wetter und dem tollen vogelgezwitscher da draußen. ich glaube, das überlasse ich der hütefrau. solange hänge ich mich in den liegestuhl auf dem balkon und tu so, als hätte ich mit dem großen paket üüüberhaupt nix zu tun ...

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